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Was Run and Drive, Engine Start und Stationary wirklich bedeuten

Wie die Auktion den Motorstart prüft, warum „fährt“ auf dem Gelände nicht „kommt an“ bedeutet und welche Felder der Losbeschreibung Sie zusammen mit dem Status lesen sollten.

VinWind · Aktualisiert · Illustration: 3D-Modell, kein Foto eines echten Fahrzeugs

Der Startstatus hält ein einziges Ereignis fest: was mit dem Fahrzeug an dem Tag geschah, an dem es auf dem Gelände angenommen wurde. Das ist weder eine Diagnose noch eine Garantie. Zwischen Annahme und Abholung vergehen Wochen, und der Start kann mit einem Booster erfolgt sein.

Drei Stufen des Status

Die Formulierungen unterscheiden sich bei Copart und IAAI, der Kern ist gleich
StatusWas geprüft wurdeWas nicht geprüft wurde
Run and Drive / Run & DriveMotor ist angesprungen, ein Gang wurde eingelegt, das Fahrzeug ist einige Meter aus eigener Kraft gefahrenBremsen, Lenkung, Getriebe unter Last, Kühlung, Elektronikfehler
Engine Start / StartsMotor ist angesprungenOb sich ein Gang einlegen lässt und ob das Fahrzeug anfährt
Stationary / springt nicht anKein Start oder nicht geprüftDie Ursache: leere Batterie, fehlender Schlüssel, Mechanik oder Wegfahrsperre

Wo der Status in die Irre führt

  • Start mit Starthilfegerät: Eine leere oder beschädigte Batterie ist in der Beschreibung nicht zu erkennen.
  • Ein paar Meter ohne Last zeigen weder rutschendes Getriebe noch defekten Antrieb oder Überhitzung.
  • Nach einem Frontaufprall können Kühler und Kondensator durchlöchert sein: Der Motor springt an, läuft ohne Kühlung aber nicht lange.
  • Nach Wasserschaden kann das Fahrzeug anspringen, die Korrosion an Steckverbindern zeigt sich erst nach Wochen.
  • Hybride und Elektroautos zeigen „Ready“, selbst wenn die Hochvoltbatterie im Notbetrieb ist.

Was Sie zusammen mit dem Status lesen sollten

Der Status ergibt nur zusammen mit den anderen Feldern der Losbeschreibung Sinn: Primär- und Sekundärschaden, vorhandene Schlüssel, Kilometerstand und dessen Vermerk sowie Fotos von Innenraum und Motorraum.

  • Keys: No. Selbst bei Run and Drive ohne Schlüssel entstehen Kosten für den Schlüssel und eventuell für das Wegfahrsperren-Steuergerät.
  • Odometer: Not Actual oder Exceeds Mechanical Limits. Der Kilometerstand ist nicht bestätigt.
  • Foto des Kombiinstruments beim Start: Die Warnleuchten SRS, ABS und Check Engine sind dort besser zu sehen als im Text.
  • Leckspuren unter dem Fahrzeug auf den Fotos vom Gelände.

Wie Sie den Status beim Gebot berücksichtigen

Run and Drive senkt das Risiko bei „Motor und Getriebe“, beseitigt aber nicht die Kosten für Karosserie und verdeckte Baugruppen. Deshalb werten wir ihn als Abschlag auf die Unsicherheit, nicht als Abschlag auf die Reparatur.

Bei Stationary sollten Sie ein Szenario mit Tausch des Aggregats oder zumindest eine Diagnose mit Abschleppwagen einplanen. Die Ursache ist oft auf den Fotos zu erkennen: Aufprall im Motorraum, Wasser im Innenraum, Feuer. Wie Sie die Schadensvermerke selbst lesen, steht im Artikel Schadensbeschreibung richtig lesen, Risiken außerhalb des Bildes im Artikel Risiken hinter der Außenhaut.