Ein Aufprall ins Rad überträgt die Kraft auf Lenker, Achsschenkel, Stoßdämpfer und Lenkung. Auf Fotos sieht man nur den Radwinkel, doch gerade er verrät, wie weit der Schaden reicht.
Die Kette der Teile
| Teil | Anzeichen | Hinweis |
|---|---|---|
| Felge und Reifen | Knick im Felgenhorn, aufgeschlitzter Reifen | Am günstigsten |
| Unterer Querlenker, Spurstange | Rad verdreht oder nach hinten verschoben | Wird getauscht, nicht gerichtet |
| Achsschenkel, Radlager, Gleichlaufgelenk | Rad oben nach innen oder außen geneigt | Oft zusammen mit der Antriebswelle |
| Stoßdämpfer, Feder | Rad geneigt, Karosserie auf einer Seite abgesackt | Kolbenstange wird auf Verbiegung geprüft |
| Lenkgetriebe oder Spurstange | Lenkrad auf dem Foto schief bei gerade stehenden Rädern | Teure Position |
| Achsträger, Befestigungspunkte | Lenker samt Befestigung verschoben | Grenzt an Karosseriereparatur |
Wie Sie die Fotos lesen
- Vergleichen Sie die Radwinkel auf Fotos von vorn und hinten, links und rechts.
- Abstand vom Rad zur Radhauskante: Ist er auf einer Seite kleiner, ist das Rad verschoben.
- Fahrzeug auf dem Gelände an Gurten oder schräg aufgebockt: rollt oft nicht.
- Vermerk Undercarriage oder Suspension in der Losbeschreibung.
Wie Sie es im Budget einplanen
Mindestens ein Satz Lenker und eine Achsvermessung nach der Reparatur. Gibt es Anzeichen für Achsschenkel oder Lenkgetriebe, steigt das Budget um ein Mehrfaches. Nach jeder Fahrwerksreparatur ist eine Achsvermessung nötig, bei Fahrzeugen mit Kamera zusätzlich eine Kalibrierung (siehe ADAS-Radare und -Kameras).